Zur aktuellen Situation 2012/2013:

Nachdem Ende 2012 wieder ein Nutzungsvertrag mit der Stadt St. Ingbert geschlossen wurde, der bis zum Auszug der Kinowerkstatt e.V. gültig sein soll, hat sich die Situation
für die Aktiven des Juz etwas entspannt und das Juz hatte so wieder eine rechtliche Existenzgrundlage.
Der Auszug der Kinowerkstatt und wiederum der Einzug in die alte Baumwollspinnerei, die sich zu Zeit noch in der Renovierungsphase befindet, ist momentan noch
zeitlich nicht genau bestimmt, angestrebt ist dieser jedoch im Jahr 2014.
Danach läuft der Nutzungsvertrag aus und es soll laut Vertrag über alle (!!!), also nicht nur über die nach dem Auszug der Kinowerkstatt leer stehenden, Räume verhandelt werden.
Das Juz soll dafür erneut ein Nutzungskonzept vorlegen, woraufhin über den Vertrag verhandelt werden wird.
Ob die Verhandlungen mehr oder weniger einseitig zu Lasten des Juz verlaufen werden, die Stadt nur einen erneuten Nutzungsvertrag, unter der radikalen Beschneidung unserer Räumlichkeiten schließen will oder etwa gar keinen in diesem, unserem Juz.
Das alles bleibt abzuwarten. Wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird, wird sich zeigen….

JUZ BLEIBT IN DER PFARRGASSE 49 !!!

Zur Situation des JUZ – 21.03.2011

Nachdem am 26.06.2008 unser Nutzungsvertrag durch die Stadt St. Ingbert gekündigt wurde und wir in Folge dessen zahlreiche Protestveranstaltungen durchgeführt haben, wurde uns im Dezember 2010 erstmals zugesichert dass wir am derzeitigen Standort (Pfarrgasse 49) verbleiben können. Da jedoch die restlichen Vereine die sich im Gebäude der ehemaligen Pfarrgassschule befinden bzw. befanden, zukünftig andere Standorte beziehen, steht die Frage nach der Nutzung der freigewordenen Räumlichkeiten offen. Um den leeren Raum zu kompensieren und das Angebot unserer Jugendarbeit zu erweitern, legten wir ein Raumkonzept für die Nutzung unserer bisherigen und der nun freiwerdenden Räume vor. Dieses Konzept sollte als Grundlage für einen neuen Nutzungsvertrag dienen, einen Vorschlag diesbezüglich wurde bereits eingereicht.

Auf der letzten Juz-Beiratssitzung am 03.02.2011 ging man von Seiten der Stadt St. Ingbert vertreten durch Herrn Henschke und Herrn Beck, auf die aktuellen Vorstellungen der Stadtverwaltung bezüglich einer Renovierung des Jugendzentrums und den daraus resultierenden Konsequenzen für den Verein und unser bestehendes Raumkonzept, wie folgt ein. Für die anstehende Renovierung werden 100.000€ zur Verfügung gestellt, wobei ein Großteil dieser Mittel (60.000€-70.000€) laut Herrn Beck für die Erneuerung der Elektrik im Keller sowie im Erdgeschoss aufgewandt werden muss. Aus diesem Grund fehlen die Notwendigen Mittel für die Renovierung der ersten Etage. Dies dient der Stadtverwaltung St. Ingbert als Vorwand unser derzeitiges Raumkonzept zu verwerfen. Eine notwendige Renovierung wird dabei als fundamentale Voraussetzung einer weiteren Nutzung der ersten Etage dargestellt. Auf Argumente unsererseits, dass diese Räumlichkeiten seit Jahrzehnten nicht renoviert genutzt werden, und sich deshalb eben keine logische Kausalität bezüglich Nutzung und Renovierung ergibt, wird nur bedingt bis gar nicht eingegangen. Stattdessen droht die Stadt indirekt wegen angeblich massiver Mängel in der Elektrik der ersten Etage die Nutzung  dieser gegeben falls zu untersagen. Diese Vorstellungen der Stadtverwaltung St. Ingbert spiegelt sich auch im Entwurf eines neuen Nutzungsüberlassungsvertrages wieder.

Nach der Beiratssitzung, machten wir uns daran die Aussagen Herrn Becks bezüglich der Elektrik zu überprüfen. Dabei stellten wir fest, dass bereits 1980 die Elektrik des kompletten Gebäudes erneuert wurde. (Dies entspricht durchaus dem gängigen Standard; So finden sich in anderen öffentlichen Gebäuden in St. Ingbert Elektroinstallationen die noch aus den 50er Jahren stammen. Um das Jahr 2000 wurde die Elektrik im Keller sowie im Internetcafé (erste Etage) nochmals grunderneuert. In Anbetracht dessen müssen wir davon ausgehen, dass Herr Beck sowie die Stadtverwaltung St. Ingbert uns und den Juz-Beirat wissentlich belogen oder zumindest Informationen vorenthalten hat.

Am Entwurf des neuen Nutzungsüberlassungsvertrags kritisieren wir folgende Punkte:

    - Der im Vertrag vorgesehene Raumanspruch des Jugendzentrums widerspricht unseren konzeptionellen Vorstellungen (siehe Raumnutzungskonzept des Vereins Jugendzentrum in Selbstverwaltung e.V.)

    - Auf eine von uns gewünschte Verlängerung der Kündigungsfrist wurde von Seiten der Stadt St. Ingbert nicht eingegangen

    - Die verstärkte Kontrolle des Energieverbrauchs und die daraus resultierende Neuermittlung des Zuschusses.

    -Eine Begrenzung unserer Konzertveranstaltungen NACH 20:00 UHR, STATT BISHER 22:00 UHR auf maximal 25 Tage im Jahr

    Von uns freiwillig getroffene Regeln werden uns jetzt von Seiten der Stadt als Pflicht auferlegt:
    - Bandproben maximal bis 20 Uhr erlaubt
    - Informieren der Nachbarschaft bei bevorstehenden Konzerten
    - Das jährliche durchführen von  Drogenpräventionsveranstaltungen
    - Die Verpflichtung des Vereins alle Änderungen der Hausordnung der Stadt mitzuteilen

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Stadtverwaltung in keiner Weise auf unsere Änderungsvorschläge der bisherigen Nutzungsverträge eingegangen ist und stattdessen stärkere Kontrollmechanismen eingesetzt hat, was nicht gerade von Vertrauen in unsere Arbeit zeugt. Ebenfalls ist ein Versuch  Einflussnahme auf unsere Selbstverwaltete Jugendarbeit auszuüben, deutlich zu erkennen. Es kann nur als respektlos beschrieben werden, wenn versucht wird in Selbstverwaltung getroffene Entscheidungen uns nachträglich als Zwang aufzuerlegen. Wir sind im Umgang mit der Stadt St. Ingbert sowie Verhandlungen mit dieser, schon einiges gewohnt. So wurde 2008 seitens der Stadt der Umzug des Vereins Jugendzentrum in Selbstverwaltung e.V in ein Gebäude in der Kohlenstrasse vorgeschlagen, mit dem Wissen, dass dieses wenig später abgerissen werden soll. Der angeblich so dringende Raumbedarf der städtischen Musikschule St. Ingbert, welcher zur Kündigung unseres Nutzungsvertrags führte, stellte sich letzten Endes als Farce heraus. So wird auch heute versucht, unter vermeintlichen Sachzwängen Einflussnahme auf die Zukunft unseres Vereins zu nehmen. Entscheidungen die rein politisch wohl nicht durchgesetzt werden können, werden aufgrund von Fehlinformationen als notwendige Maßnahmen verkauft.

Unter diesen Voraussetzungen erscheint uns eine weitere Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung St. Ingbert nicht möglich. Wir fordern darum alle Parteien dazu auf, sich auf eine Ebene des respektvollen, vertrauenswürdigen und vor allem ehrlichen Umgangs mit den Jugendlichen zu begeben.

Wir haben kein Bock mehr!
Mehr Selbstbestimmung jetzt!
WIR BLEIBEN ALLE!



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